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RSV 05 verliert Heimspiel gegen SSV Vorsfelde mit 0:1

© Pförtner

„Die Mannschaft kann besser spielen. Jetzt ist alles so langsam ein Kopfproblem“, brachte
Teammanager Jan Steiger das Dilemma schon zur Pause auf den Punkt. „Wir wollten Fußball
spielen, wir wollten den Ball in den eigenen Reihen halten und den guten Gegner kontrollieren.
Wir haben es aber nicht geschafft, die Chancen zu verwerten“, fasste Trainer Holger Koch
die guten Vorsätze und das Ergebnis zusammen: „Wir waren die bessere Mannschaft“,
meinte der Coach und gab seinem verunsicherten Team ein Stück Selbstbewusstsein mit
auf den Weg: „Die Jungs sind willig, arbeiten fleißig. Sie müssen sich jetzt nur das Glück
zurückerarbeiten, auch wenn der Druck für diese junge Mannschaft größer wird. Aus dieser
Schlinge kommen die Jung aber heraus.“

Gestern lag der Fluch über der Benzstraße. Erst feuerten die Gäste einige Warnschüsse
ab, dann rutsche Verteidiger Christian Horst das Leder über den Fuß und Krause schob
aus neun Metern ungehindert zum 1:0 für Vorsfelde ein. „Das war mein Ding. Es ist
ärgerlich, wenn man wegen so einem dummen Patzer verliert“, grübelte Horst, der
während der Woche in Kaiserslautern zur Vorbereitung auf die Polizei-EM weilte. „Ich will
jedenfalls dabei sein“, suchte Horst Ablenkung von der unnötigen Niederlage.

Der Rückstand, individuelle Fehler – schnell war der RSV 05 wieder von Rolle: „Wir sind
eine junge Mannschaft, und müssen die Lehren aus den Spielen ziehen. Zurzeit haben
wir nur Pech am Fuß“, sagte Horst. Zum Beispiel nach rund einer halben Stunde, als er
seinen Abwehrfehler wieder gut machen wollte und nach einer Ecke von Tillmann Koch
den Ball lediglich an den rechten Pfosten knallte. Oder kurz nach der Pause, als ein
Kopfball von Splitt aus kürzester Distanz in den Fängen des Vorsfelder Torwarts
landete. Oder wenig später, als Koch das Leder gut platziert auf den langen Pfosten
schickte, Schneemann und Horst allerdings nacheinander verpassten. Und dem
erstmals von Anfang an als alleinige Sturmspitze aufgebotenen Lukas Zekas gelang
es nach knapp einer Stunde nicht, den Ball ungehindert über den weit herausgelaufenen
SSV-Torwart zu lupfen.

Zeigte der RSV 05 in dieser Phase ein Spiel der verpassten Gelegenheiten, so hatte er
später Glück (71.), dass Gästestürmer Krause in einer ähnlichen Situation nicht
das 2:0 schoss. „Ich hatte den RSV 05 nach dem Hinspiel viel stärker eingeschätzt“,
meinte SSV-Trainer Holger Ballwanz, ehemaliger Bundesliga-Spieler des VfL Wolfsburg.


RSV 05
: Woitschweski – Schneemann, Splitt, Huck, Horst – Förtsch (62. Timucin),
Mohebieh, Kazan, Galluzzi (73. Reinecke), Koch - L. Zekas

Tor: 0:1 Krause (24.)

 

(Quelle: goettinger-tageblatt.de)

 

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