Vorsfelde und Fallersleben treffen am Sonntag aufeinander –
SSV schaut sich nach Alternativen für den Sturm um
Von Arne Buchcik
WOLFSBURG. Das Stadtderby in der Fußball-Bezirksoberliga steht am -Sonntag
(14 Uhr, Drömlingstadion) an und beide Mannschaften wollen eine schwarze Serie
beenden. Seit drei Partien wartet Gastgeber SSV Vorsfelde zu Hause auf einen
Sieg und ein eigenes Tor. Der VfB Fallersleben gewann auswärts zuletzt vor fünf Spielen.
SSV-Coach Holger Ballwanz glaubt das Erfolgsrezept für diese Begegnung zu kennen:
"Wir wollen so auftreten, dass unsere Leistung einem Derby gerecht wird. Das heißt,
ich will von jedem Spieler 100 Prozent Begeisterung und Leidenschaft sehen."
Das sah Ballwanz in der vergangenen Woche. Sein Team drehte beim VfR Osterode
innerhalb von 45 Minuten einen 0:3-Rückstand und gewannen mit 4:3. "Diesen
Schwung aus der zweiten Halbzeit wollen wir mit in die Partie nehmen", so der
Trainer. Es ist also möglich, dass die Vorsfelder mit der selben Elf wie im zweiten
Durchgang antreten. Die Fallersleber hoffen, dass die Partie überhaupt angepfiffen
wird. Zuletzt fielen ihre Spiel dreimal in Folge wegen der schlechten Witterung aus.
Coach René Wegner blieb also nichts anderes übrig, als die Spannung im Team
hochzuhalten. "Ich habe dabei viele Einzelgespräche geführt und die nötige Schärfe
ins Training gebracht", erklärt er.
Für ihn ist die Partie gegen den SSV übrigens nichts Besonderes. "Es spielt keine Rolle,
ob es ein Derby ist oder nicht. Wir wollen wie immer durch Zweikampfstärke unser
Spiel durchziehen. Das Ziel sind drei Punkte."
Große Neuverpflichtungen wird es bei den Fallerslebern in der Winterpause derweil
nicht geben. "Wenn wir einen Akteur holen, darf er kein Mitläufer sein, sondern
muss uns verstärken. Solch ein Wechsel muss schon Hand und Fuß haben", sagt Wegner.
Dagegen sucht der SSV aufgrund seiner Sturmschwäche dringend nach Alternativen.
"Wir haben bereits ein, zwei Akteure im Auge – noch steht allerdings nichts fest."
Genauso sieht es mit Abgängen aus. Spieler wie Roland Conen oder Robert Heimlich
hatten bisher kaum Einsatzzeiten, mussten wenn überhaupt in der Reserve aushelfen.
Der Coach stellt klar: "Es ist ganz normal, dass bei dem großen Kader einige Spieler
unzufrieden sind. Wenn ein Spieler keine Chance mehr sieht, dann kann er zu mir
kommen. Das ist jedoch noch nicht passiert – also gehe ich davon aus, dass alle bleiben."
Unterdessen drückt beim VfB durch die Verletzungssorgen immer noch der Schuh.
"Derzeit habe ich 15 Mann im Aufgebot. Ich will aber nicht rummeckern, weil das
keine schlechten Leute sind", hebt Wegner hervor. Beim SSV sieht es indes besser
aus. Andreas Wilhein ist nach einer Erkältung wieder fit. Und auch Jukka Lyyski kann
wohl trotz einer Oberschenkelverhärtung auf der Bank sitzen. Somit fehlt dem Team
lediglich Fourrier Lekpa (Muskelfaserriss). Wahrscheinlich wird das Derby auch die letzte
Begegnung des Jahres für die Vorsfelder. "Wenn wir nicht noch am 19. oder
20. Dezember ein Nachholspiel haben", sagt Ballwanz. Fallersleben hingegen spielt in
den kommenden zwei Wochen noch zweimal.
(Quelle: newsklick.de)
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